Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Seit 23 Jahren verteilen die vier Ringverbände (BdP, DPSG, PSG und VCP) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) das Friedenslicht in Deutschland ab dem 3. Advent (11. Dezember 2016). Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland an über 500 Orten an „alle Menschen guten Willens“ weitergegeben.

Die Friedenslichtaktion 2016 steht in Deutschland unter dem Motto: „Frieden: Gefällt mir – ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens“.

Wir Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen den Auftrag von Lord Robert Baden-Powell folgen und uns für eine bessere Welt einsetzen. Wir versuchen mit kleinen Schritten Frieden und Verständigung zu fördern. Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem steht dabei für unsere Hoffnung auf Frieden, welche alle Menschen – unabhängig von Religion und Nationalität – verbindet. Mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem in Deutschland wollen wir damit ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung setzen.

Bei der diesjährigen Friedenslichtaktion „Frieden: Gefällt mir“ sollen der Austausch und die Vernetzung aller Friedenspfadfinderinnen und Friedenspfadfinder über das Internet sowie die Sozialen Netzwerke (#friedenslicht) im Mittelunkt stehen. Denn das Netz verbindet „alle Menschen guten Willens“ und kann dazu beitragen, die Idee des Friedenslichtes – „ein Europa in Frieden“ – zu verbreiten. Wir laden daher alle 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland dazu ein, das Netz dafür zu nutzen, um Grenzen und Barrieren zwischen Menschen abzubauen, Freundschaften zu schließen und sich dafür einzusetzen, „die Welt ein wenig besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben.“ (Pfadfindergründer Lord Robert Baden-Powell).

 

Grußwort des Landtagspräsidenten Klaus Schlie zum Friedenslicht 2015

 

 

"Hoffnung schenken - Frieden finden" - selten hatten die Leitworte der Friedenslichtaktion einen so aktuellen HIntergrund, wie gerade heute. Denn auf der Suche nach Frieden und in der Hoffnung auf ein besseres Leben kommen jeden Tag Menschen zu uns, für die Krieg, Verfolgung und Not bittere Wirklichkeit sind. Wir, die wir seit 70 Jahren in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben dürfen, haben nun die Aufgabe - und die einmalige Möglichkeit - ganz konkre, vor unserer eigenen Haustür, "Hoffnung zu schenken" und "Frieden zu bringen". Dafür steht das Friedenslicht, das in der Geburtskirche in Bethlehem entzündet jedes Jahr wieder daran erinnert, dass Frieden und Freiheit für zu viele Menschen auf unserer Erde immer noch nicht selbstverständlich sind. Das Licht, das die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in diesem Jahr aus Bethlehem zu uns bringen, ist ein ganz besonderes Zeichen der Hoffnung und des Friedens, ein Licht, das wir mit allen Menschen teilen, die ihre Heimat und oft auch Familienangehörige in der Ungewissheit des Krieges und der Not haben zurücklassen müssen. Ich wünsche uns allen Hoffnung und Frieden, vor allem aber "Hoffnung auf Frieden" in der Welt. -- Klaus Schlie, 2015