Das Friedenslicht aus Betlehem in Schleswig-Holstein

Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem. Seit 23 Jahren verteilen die vier Ringverbände (BdP, DPSG, PSG und VCP) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) das Friedenslicht in Deutschland ab dem 3. Advent (11. Dezember 2016). Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht in Deutschland an über 500 Orten an „alle Menschen guten Willens“ weitergegeben.

Die Friedenslichtaktion 2017 steht in Deutschland unter dem Motto: „Auf dem Weg zum Frieden“ und findet am Sonntag, 17. Dezember 2017, statt.

“Auf dem Weg zum Frieden“: Friedenslicht ermutigt „alle Menschen guten Willens“ zum Einsatz für den Frieden. Am 1. September findet in Deutschland der Weltfriedenstag statt: Ein Tag zum Gedenken an den II. Weltkrieg, der von Deutschland ausging, und eine Mahnung, dass dies nie wieder geschehen darf. Pfadfinderinnen und Pfadfinder setzen mit der Verteilung des Friedenslichtes aus Betlehem ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. Unter dem Motto „Auf dem Weg zum Frieden“ ermuti-gen sie „alle Menschen guten Willens“ sich für den Frieden einzusetzen. Das heute vorgestellte Plakat zur Friedenslichtaktion 2017 in Deutschland zeigt dies deutlich.
„Eine Schwierigkeit hört auf, eine solche zu sein, sobald ihr darüber lächelt und sie in Angriff nehmt.“ (Lord Robert Baden-Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung)
Frieden zu schaffen ist gar nicht so einfach! Sei es im engsten Freundeskreis, in der Schule, auf der Arbeit oder auch nur mit sich selbst. Frieden zwischen verfeindeten Menschen und Nationen zu schaffen ist noch komplizierter. Die Herausforderung besteht darin, durchgehend daran zu arbeiten und trotz aller Hindernisse das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Zusammen mit anderen Menschen ist es oft einfacher, einen langen und schwierigen Weg zu bewältigen. Deswegen ermutigen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder „alle Menschen guten Willens“ sich gemeinsam und guten Mutes auf diesen Weg zu machen.
Das Friedenslicht aus Betlehem überwindet auf seinem über 3.000 Kilometer langen Weg nach Deutschland viele Mauern und Grenzen. Es verbindet Menschen vieler Nationen und Religionen miteinander. Die Friedenslicht-Aktion gibt es seit 1986. Sie wurde vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an der Flamme der Geburtsgrotte Christi in Betlehem/Palästina. Seit 24 Jahren verteilen die vier Ringverbände gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden das Friedenslicht in Deutschland. Im Rahmen einer Lichtstafette wird das Licht ab dem 3. Advent, dem 17. Dezember 2017, an über 500 Orten in Deutschland weitergegeben.

 

Auf dem Weg zum Frieden

Als Pfadfinder ist man oft auf dem Weg. Zum und auf dem Lager, zur Sippenstunde, beim Hajk. Aber auf dem Weg zum Frieden?

"Es gibt keinen Weg zum Frieden, Friede ist der Weg" sagt Mahatma Gandhi.

Das bedeutet, es geht nicht darum, den Frieden als angestrebtes (fernes) Ziel zu realisieren, sondern, ihn zu verinnerlichen und den Weg des Friedens zu leben. Frieden beginnt in uns selbst und in unserem miteinander in der Gemeinschaft.

Es geht nicht darum, darauf zu warten bis sich der Frieden von alleine einstellt, sondern es geht darum, sich selber ab sofort friedvoll zu verhalten. Das beginnt im Kleinen:
 

Wer von euch hat schon mal...

 

einer alten Dame über die Straße geholfen?

jemandem mit Kinderwagen oder Rollator eine Tür aufgehalten?

eurer Oma oder eurem Opa zugehört?

versucht, nicht auf einen Regenwurm auf der Straße zu treten?

 

Mit solchen kleinen Schritten machen wir uns auf den Weg zum Frieden.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder auf der ganzen Welt setzen sich für den Frieden ein mit kleinen und großen Schritten.

Das ist das mindeste was man machen muss, wenn man Frieden will. Inwieweit man andere dann noch davon überzeugen kann es auch so zu machen, ist dann erst der 2. Schritt. Also nur den Weg des Friedens, der Liebe gehen, und gar nicht erst auf andere Wege, wie den Krieg, abweichen.
 

Wie ihr sehen könnt gibt es viele Möglichkeiten, einen Schritt in Richtung Frieden zu tun. Manchmal ist der Schritt eben kleiner als bei anderen, aber genauso wichtig.

Es gibt keinen Weg zum Frieden, wenn nicht der Weg schon Frieden ist. Denn der Frieden findet sich nicht irgendwann in der Zukunft, sondern genau jetzt und hier!

Gebet:

Herr, mach uns zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass wir lieben, wo man hasst,

dass wir verzeihen, wo man beleidigt,

dass wir verbinden, wo Streit ist,

dass wir die Wahrheit sagen, wo Irrtum ist,

dass wir Glauben bringen, wo Zweifel droht,

dass wir Hoffnung bringen, wo Verzweiflung herrscht,

dass wir Licht entzünden, wo Finsternis regiert,

dass wir Freude bringen, wo der Kummer wohnt.

 

Herr, lass uns trachten,

nicht dass wir getröstet werden, sondern dass wir trösten;

nicht, dass wir verstanden werden, sondern dass wir verstehen;

nicht dass wir geliebt werde, sondern dass wir lieben.

 

Darum bitten wir dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

- Rainer Boßhard (Diakonie Württemberg)