Der VCP in Schleswig-Holstein

Demokratie, Eigenverantwortung, Persönlichkeitsentwicklung, Natur

Pfadfinden im VCP Land Schleswig-Holstein ist vielfältig

Das wichtigste am VCP ist die Erziehung zum Frieden, das Lernen von Demokratie, die Fähigkeit zur Selbstverwirklichung in Gruppe und Gemeinschaft schon als Kind zu fördern und ein Leben lang zu entwickeln. Wir stehen in der Tradition der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und der Jugendbünde.

 

Pfadfinderische Grundwerte

"Pfadfinderische Grundsätze wie der Wahlspruch "Allzeit bereit" oder die Devise "Learning by doing" leiten uns dazu an, uns stets weiter zu entwickeln. Wir bringen unseren Mitgliedern Wissen und Fähigkeiten bei. Handwerklich lernen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Dinge wie Feuer Machen, Zelte aufbauen, Knoten und Essen kochen. Besonders wichtig ist es uns, jungen Leuten bei zu bringen, selbst auf die Sicherheit zu achten.
Noch wichtiger sind aber Fähigkeiten im Umgang miteinander. Freundlichkeit, Kommunikationsfähigkeit und Aufmerksamkeit für Andere sind die Eigenschaften, die Pfadfinderinnen und Pfadfinder vor allem auszeichnen sollen."
 

Wir sind:

 

Teil einer Weltorganisation

Die Pfadfinderei gibt es in über 150 verschiedenen Ländern. Dafür gibt es zwei Weltorganisationen, die gemeinsam die Zusammenarbeit der Landesverbände miteinander koordinieren und strukturieren, sowie gewisse Grundsätze vorgeben. Diese Weltorganisationen sind WOSM (World Organization of Scout Movement) für Pfadfinder und WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts) für Pfadfinderinnen. Pro Land soll es einen Verband geben, der dort die Pfadfinderarbeit betreibt. In Deutschland haben wir vier Verbände, die über die Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder von den Weltorganisationen anerkannt sind. Zu den vier deutschen Verbänden zählen: Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder So sind wir Teil einer weltweiten Jugendbewegung

 

demokratisch

Der VCP ist durchgehend demokratisch organisiert. Dies fängt in den einzelnen Ortsgruppen (Stämme) an. Dort gibt es Ortsräte, wo auch die Jüngeren schon an den Besprechungen teilnehmen können und mit abstimmen dürfen. Im VCP SH gibt es dann Landesräte (LR) und Landesversammlungen (LV). Es gibt mindestens vier Landesräte pro Jahr und eine Landesversammlung zu Anfang des Jahres. Die Landesversammlung ist das höchste, beschlussfassende Gremium des Landesverbandes. Nur sie kann über satzungsändernde Anträge beschließen. Die LV setzt sich zusammen aus den Delegierten der Stämme, wobei größere Stämme mehr Stimmen haben, als kleine Stämme, damit auch das Verhältnis widergespiegelt wird. Der Landesrat arbeitet zwischen den Landesversammlungen. Er besteht aus einem Delegierten pro Stamm sowie verschiedenen Arbeitskreisen. Beratend kommen noch Arbeitsgruppen hinzu. Der Landesrat ist der Landesversammlung gegenüber berichtspflichtig, muss also erläutern woran er gearbeitet hat und worüber beschlossen wurde. Auch auf Bundesebene gibt es den Bundesrat und die Bundesversammlung die ähnlich strukturiert sind wie der Landesrat und die Landesversammlung.

 

~1000 Menschen

Der VCP Schleswig-Holstein leistet Arbeit in Gruppen an über fünfundzwanzig Orten im ganzen Bundesland. Insgesamt erreichen wir mit unserer Arbeit ca. 1000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Unsere Arbeit findet in den Gruppenräumen vor Ort, auf Wanderungen, sowie auf den landesweiten Pfadfinderlagern, Seminarangeboten und bei weiteren Aktionen statt.

 

naturverbunden

Das Land zwischen den Meeren mit dem platten Land, den goldenen Feldern und natürlich dem Schleswig-Holsteinischen Hügelland bietet viele Möglichkeiten zum Erkunden und Entdecken. Wir fördern durch das aktive Leben in der Natur das Verständnis für eben diese.Wir setzen uns während Gruppenstunden und bei Gremienarbeiten aktiv mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

 

christlich

Der VCP richtet sich nach den christlichen Werten. Wir feiern zusammen Lagergottesdienste, halten Andachten helfen bei Großveranstaltungen wie dem Deutsches Evangelischen Kirchentag und dem Friedenslicht von Bethlehem. Dass Jugendliche und Erwachsene anderer Konfessions- oder Glaubensrichtungen Mitglieder unserer Gemeinschaft sind, ist Teil unseres Selbstverständnisses.
offen Als Pfadfinder*innen sind wir weltoffen. Jeder kann Mitglied werden, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Konfession, welchen Alters oder Geschlechts. Wir erziehen koedukativ, das heißt gemischt. Wir lernen so mit den Fähigkeiten und Schwächen von anderen und uns selber umzugehen, Vorurteile abzubauen, und uns gegenseitig anzunehmen.

 

ein Team

Die jüngsten (Wölflinge, 06-10 Jahre) beginnen in Meuten. Dabei sind bis zu 20 Kinder in einer Meute zusammengefasst. Die Inhalte bestehen aus spielerischen Inhalten. Mit 10 Jahren entwachsen die Wölflinge dann der Sippe und gründen mit bis zu 12 Kindern und Jugendlichen eine Sippe. Meist wird die Sippe durch einen Ranger oder Rover (16-21 Jahre) geleitet, der zuvor einen Jugendgruppenleiterkurs (JuLeiCa) gemacht hat. Mit 16 Jahren folgt dann die Ranger/Rovergruppe, in der die Jugendlichen anfangen sich selbst zu leiten und dabei ihre eigenen Projekte zu planen und umzusetzen. Gegebenenfalls werden sie von einem erwachsenen Mentor unterstützt. Anschließend folgt ab 21 Jahren die Erwachsenenstufe, die die Leitung einer Meute übernimmt, überregionale Projekte plant oder ihre Ranger und Rover vor Ort unterstützt.
 
 
eine Familie
 
Die Erwachsenen leiten die Kinderstufe (Wölflinge). Dadurch erleben die Kinder Strukturen, lernen das Leben in einer festen Gruppe in entspannter, spielerischer Atmosphäre kennen und werden auf das pfadfinderische Leben vorbereitet. Wie macht man Feuer? Wie schnitzt man richtig ohne sich oder andere zu gefährden? Wofür braucht man eigentlich Knoten? Die Ranger und Rover (16-21 Jahre) übernehmen dann eine Sippe (10-16 Jahre) und vertriefen Pfadfinderisches Wissen, hinterfragen gesellschaftliche Themen, schulen das Verständnis für alle möglichen Themen in verschiedenen Themenblöcken. Neben dem spielerischen Lernen bekommt auch immer mehr das direkte Diskutieren und der Meinungsaustausch eine Bedeutung. Durch das Prinzip „Jugend leitet Jugend“ übernimmt man Verantwortung für Jüngere und seiner Gruppe, sowie der gegenseitigen Rücksichtnahme ist das Erleben sehr intensiv und schon fast Familiär. Man baut zusammen sein Zelt auf dem Lager auf, man schläft zusammen in der freien Natur, kocht zusammen, erlebt gemeinsam die verschiedensten Dinge, man streitet und verträgt sich wieder, dann geht der Spaß auch schon weiter. Man fühlt sich in dem Stamm, in dem man groß wird, heimisch und trägt aktiv zur Arbeit in eben diesem bei.
 
 
immer hungrig
 
Gute Stimmung kann schnell kippen, gerade wenn der Hunger kommt. Auf Lagern und Fahrten wird gekocht. Mal sehr minimalistisch, mal ausgiebig. Wo kommt das Essen her? Wie beeinflusst es unsere Welt? Was essen wir überhaupt? Wir haben ein eigenes Projekt „verschwenden beenden“, wo wir uns mit der Lebensmittelverschwendung, sowie dem Konsum auseinandersetzen.